Schon oft hast du dir vorgestellt, ein Krimidinner zuhause für deine Freunde und Familie zu organisieren. Vielleicht hast du sogar schon die geeignete Speisenfolge im Kopf oder hast dir schon eine Geschichte ausgedacht?

Dann spring endlich über deinen Schatten und wage dich an die Organisation deines Krimidinners. In diesem Blog geben wir dir eine Krimidinner Spielanleitung, nehmen dich also bei der Planung deiner Krimiparty an die Hand.

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Die Rollenverteilung

Damit sich jeder wohl fühlt beim morbiden Rätselspaß, solltest du die Zahl der Gäste genau festlegen und jedem Gast eine Rolle zuteilen.
Du selbst bist der Geschichtenerzähler oder Gastgeber, der alle durch die Handlung führt, die Rahmenhandlung erklärt und so die Gesellschaft unbemerkt anführt. Am besten sprichst du dich vorher mit dem Mörder und dem Mordopfer ab, damit die Tatzeit in den Ablauf passt.

Die Rollen kannst du schon in der Einladung zum Krimidinner verteilen. So kann sich jeder schon vorab in seine Rolle einfinden.

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Der Tatort

In die Handlung beziehst du gleich deine komplette Wohnung mit ein. So könnten deine Gäste bei einem Giftmord das todbringende Fläschchen im Badezimmer entdecken. Oder die Pistole des Mörders taucht in der Garderobe in einer Manteltasche wieder auf.
Das Messer kommt aus dem Messerblock in deiner Küche – wer hatte Zutritt zur Küche und wer hielt sich in den letzten Stunden dort auf?

Das Wohnzimmer, in dem das Essen stattfindet, dekorierst du entsprechend deiner Rahmenhandlung. Wenn dein Krimidinner in einem alten Herrenhaus spielt, gibt es dort wahrscheinlich einen Kamin mit einem prasselnden Feuer, eine Ritterrüstung in der Ecke, Kerzenleuchter überall und an der Wand hängen alte Ölgemälde deiner Ahnen (entsprechende Poster findest du im Internet).

Auch den Keller kannst du mit einbeziehen und dort zum Beispiel den Mörder die „Leiche“ deponieren lassen. Kerzen als einzige Lichtquelle bringen dann nur wenig Licht ins Dunkel, dafür hängen Spinnweben von den Wänden und kleine pelzige Ratten huschen über den Boden.

Leiche aufblasbar

Leiche aufblasbar

Leichensack

Leichensack

Die Rahmenhandlung

Die Rahmenhandlung sollte nicht völlig realitätsfern sein und deinen Gästen genug Möglichkeiten geben, Motive und Verdächtige zu ermitteln und so ihre Rückschlüsse auf den Täter zu ziehen.

So könnten sich deine Gäste zu einer Testamentseröffnung auf deinem Herrensitz einfinden. Schon beim Eintreffen der Gäste kannst du geschickt Gerüchte streuen, wer von den Anwesenden wohl der Haupterbe sein wird.

Während die „Familie“ noch entspannt ihren Martini als Aperitif genießt und darüber rätselt, wie viel der Verstorbene wohl hinterlassen hat, machen sich unter den potentiellen Erben schon die ersten Animositäten bemerkbar.

Beim Tomatensüppchen zur Vorspeise bricht zwischen den Familienmitgliedern offene Feindschaft aus und noch bevor du das blutige Steak servierst, hat der Mörder zugeschlagen.

Die Wartezeit auf Arzt und Polizei vertreibt sich die Familie mit Mutmaßungen und dem Hauptgang. Der Kommissar, der kurz darauf eintrifft, beginnt dann auch gleich mit der Befragung aller Anwesenden, gefolgt von der Hausdurchsuchung.
Wer erbt als nächstes? Wer profitiert vom Mord? Hatte der Ermordete Feinde in der Familie? Wem traut man dieses abscheuliche Verbrechen zu?

Derweil die Familie auf den Nachtisch wartet, durchsucht der Kommissar das Haus und findet – neben einigen verdächtigen Fingerabdrücken – mit Hilfe eines Familienmitgliedes die Mordwaffe.
Natürlich könntest du auch ein weiteres „Testament“ auftauchen lassen, das alle bisherigen Vermutungen und Schlussfolgerungen wieder über den Haufen wirft.

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Spätestens beim Dessert sollte der Kommissar allerdings den Täter ermittelt haben und diesen dann zum Abschluss des Dinners präsentieren.
Dazu versammelt er alle Anwesenden in der „Bibliothek“ des Anwesens, um mit Pfeife im Mund und gewichtig vor dem großen Globus stehend, seine Theorie zu präsentieren. Der reumütige Täter, der jetzt natürlich gesteht, wird dann von der Polizei abgeführt, gemeinsam mit seinem Opfer im dekorativen Leichensack.

Ist das Rätsel gelöst und sich finden sich deine Gäste entspannt wieder im Wohnzimmer ein, solltest du nicht vergessen, auch dem „Mordopfer“ noch sein Hauptgericht zu servieren, schließlich soll es nicht auch noch vor Hunger sterben…